Krankheiten als Bestandteile des Spirituellenheilungsprozesses

Krankheiten, insbesondere schwere Krankheiten, bringen uns Menschen dazu zu beten. Deswegen sage ich, daß Krankheiten Bestandteile des Spirituellenheilungsprozesses sind [CREDO IV.32]. Sie helfen uns, das Leben nicht zu vergeuden. Denn Beten ist eine der wichtigsten Tätigkeiten, eigentlich die allerwichtigste Tätigkeit im Leben.
Dies erkennt man normalerweise nach dem Tod, d. h. gewöhnlich zu spät, wenn das Leben vorbei ist. Denn in diesem Zustand, ohne die Begrenzung eines kranken physischen Körpers, ist die Intelligenz [1] sehr scharf und klar, weil sie nun nicht mehr auf die geringe Kapazität einer physiologischen Hardware (Gehirn) begrenzt ist. Außerdem kommt man nach dem Sterben in Göttlicheslicht, einen Erleuchtungszustand, in dem man das Leben, das man gerade hinter sich gelassen hat, aus der Sicht des Göttlichen, wie mit dem Augen Gottes, selbst klar einschätzen und beurteilen kann: Selbst urteilen. Dabei wird entsprechend "die Skizze des nächsten Leben entworfen". Vom Selbst. Aber dieses Selbst ist Gott. Es ist, als ob Gott uns einlade, uns selbst aus Seiner Sicht zu betrachten, in Seinem eigenen "Körper bzw. Haus", daher nicht mit dem Gefühl des Getrenntseins von Ihm, sondern mit dem Empfinden und der Erkenntnis, Selbst Er zu sein.
Leider verweilt man (die Seele) nicht lange in diesem erleuchteten (Bewußtseins)Zustand im Jenseits. Erst einmal wieder reinkarniert, konfrontiert man sich mit dem (von Selbst) zugeschriebenen Schicksal. Wenn ich sage, "man konfrontiert sich", bedeutet das nicht, dass man dieses Schicksal tatsächlich durchmachen und genau so erleben muß, denn die Gebetspraxis z. B. modifiziert es zugleich. Es ist, als bewege man sich Schritt für Schritt in einer Landschaft, die sich bei jedem Schritt in resonanter Erwiderung auf eben diesen Schritt selbst verändert. Die bereits existierende (uns zugeschriebene) Landschaft gestaltet sich durch jede Handlung während dieses "Durchs-Leben-Schreitens" um. Das eigene Schicksal, hier als Landschaft bzw. Lebensumstände versinnbildlicht, verändert sich je nach dem, wie man durchs eigene Schicksal schreitet.

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[1] Ohne Körper existiert die Intelligenz nicht körperbezogen, d.h. nicht durch den Leibkörper limitiert. D. h. u. a. daß sie nicht von der Anzahl der in Koordination funktionierenden Neuronen eines Gehirnes abhängt. Man muß aber nicht so lange warten (auf den Tod) um diese höhere, abstraktere Intelligenz zu erfahren. Im Zustand der Erleuchtung nutzt der Mensch diese Intelligenz, die den Denkvorgang nicht benötigt.